Leseprobe - Wie alles beginnt:

Als das Universum an diesem Tag aufwacht, ist es verwirrt.

Im Allgemeinen braucht es eine ganze Portion Gelassenheit und Klarheit, um die gesamte Existenz im Großen und jede einzelne Zelle imBesonderen zu sein. Doch heute ist das Universum tatsächlich durcheinander.

 Es breitet sein Bewusstsein aus, um zu erspüren, was in seinen vielen Welten geschieht, und versucht, die Ursache seiner Verwirrung zu finden. „Das ist … eigenartig“, murmelt das Universum, als es nichts findet.

Es dauert ungewöhnlich lange, den Bruchteil einer Sekunde, bis dem Universum die Tragweite dieser Erkenntnis bewusst wird:

„Die große Veränderung hat noch nicht begonnen, obwohl es schon an der Zeit gewesen wäre“, flüstert es kopfschüttelnd. Eigentlich hat das Universum unendliche Geduld und doch ist es Pünktlichkeit bei den großen und kleinen Ereignissen des Lebens gewohnt. Da es alle Zusammenhänge auf einmal sehen kann, ist das auch nicht weiterverwunderlich.

Dann erinnert sich das Universum an die Zukunft und ein kindliches Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus. Eines muss man wissen: Wenn das Universum auf diese Art lächelt, entstehen neue Welten, und Sterne explodieren in einem farbenfrohen Feuerwerk. Genau in diesem Moment, als das Universum verträumt in die Zukunft blickt, entsteht aus dem Nichts ein lichtdurchflutetes Stundenglas. Goldene Körnchen befinden sich im oberen Teildes Glases und leuchten geheimnisvoll, während sie durch die schmale Stelle nach unten fallen.

Das Universum nimmt das Glas nachdenklich in die Hand. „Zeit“, haucht es fast ehrfürchtig in den unendlichen Kosmos.