Eine neue Perspektive öffnet manchmal neue Türen

Eine neue Perspektive öffnet manchmal neue Türen
Er verlässt das Haus, schließt die blaue Eingangstür hinter sich und geht anschließend an der Bougainvillea vorbei, die gerade rosa blüht und deren deutscher Name Wunderblumengewächs lautet.
Oft muss er schmunzeln, wenn er sie sieht, doch heute ist er in Gedanken woanders, wälzt Probleme und hat darum seinen Blick zu Boden gerichtet - ganz in sich gekehrt.
Seine Füße tragen ihn den steinigen Weg entlang - immer weiter voran, vorbei an den Menschen, die auch heute in alten Plastikstühlen vor den Häusern sitzen und miteinander reden, wie sie es oft tun.
Schließlich, nachdem er alles hinter sich gelassen hat - inklusive der Segelboote, die den Steg am Meer säumen - hebt er seinen Blick wieder. Während er ihn übers Meer schweifen lässt, nimmt er einen tiefen Atemzug und flüstert: »Freiheit«.
Ein Lächeln stiehlt sich über sein Gesicht, als er den Moment genießt
Dann spaziert er durch den Sand am Meer entlang. Dabei hält er Ausschau nach besonders schön gezeichneten Muscheln und ungewöhnlich geformten Steinen, die das Meer hierher gebracht und für ihn versteckt hatte.
Es ist ein altes Spiel, das er in Gedanken mit dem Meer spielt und der seinen Ursprung in seiner Kindheit hat. Langsam, aber sicher fühlt er sich immer jünger und unbeschwerter - die Sorgen, die ihn gerade noch belasteten, verblassen immer mehr und machen Platz für eine neue Perspektive, die er zuvor nicht erkennen konnte.
Eine Perspektive, die etwas Erlösendes an sich hat und die ihm die Freude an der Arbeit, die vor ihm liegt, zurückbringt.
»Alles mit seiner Zeit«, flüstert er, und gibt sich weiter seinem erholsamen Spiel hin. Denn er weiß, dass man manchmal einfach Nichts tun muss, um neue Kraft zu schöpfen.
Und genau das tut er jetzt ausgiebig und voller Freude.