Meditative Langsamkeit

Meditative Langsamkeit
Ihre bloßen Zehen berühren den grauen Stein. Es ist eine zärtliche Berührung, als würde sie ein unbekanntes Land erkunden und sich fragen, ob sie es weiter erforschen sollte.
Schließlich setzt sie den linken Fuß vollständig auf und spürt den Halt, den ihr der Stein gibt.
Zeit, taucht ein Gedanke in ihrem Bewusstsein auf.
»Ja, es braucht Zeit«, murmelt sie in die Stille. Anschließend löst sie vorsichtig den rechten Fuß und tastet sich mit ihm, an dem linken Fuß vorbei, ins Unbekannte.
Mit ihren Zehen fühlt sie vor, um herauszufinden, wohin es gehen soll. Als sie ein lohnenswertes Ziel gefunden hat, setzt sie ihre Zehen auf. Dann folgt der Fußballen, der ihr den nötigen Halt gibt, bis die Ferse zum Schluss nachkommt und endgültig das ganze Gewicht ausbalanciert.
Als sie zum Stehen kommt, durchströmt sie ein exquisites Gefühl vom warmen Stein, der von der Sonne erhitzt wurde. Ein heiteres Lachen entkommt ihr dabei.
»Ja, manchmal braucht es Zeit zur Ruhe zu kommen, damit Kleinigkeiten ihre gesamte wohltuende Wirkung ausbreiten können«, sagt sie lächelnd und ist stolz, dass sie für einige Minuten ganz der Hektik entkommen ist.